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Kleiner Eindruck von der "Wir haben es satt"-Demo in Berlin von unserem FÖJler Milan Wittrock

Foto: BN

Berlinfahrt zur Demo „Wir haben es satt“ 2014

Aufmerksam auf die Demo bin ich durch die unsere BN-Geschäftsstelle und die JBN (Jugendorganisation Bund Naturschutz) geworden. Ein Berlinwochenende mit anderen FÖJlernInnen für wenig Geld, an dem ich meine Meinung kundtun kann, wollte ich mir nicht entgehen lassen.

 

Zur Demo:
Unter anderem mit Rufen, wie „Hans-Peter, verschieb’s nicht auf später!“ oder „Wir sind laut, wir sind hier! Schützt Natur und das Tier!“ zogen wir durch das Regierungsviertel unserer Hauptstadt. Zusammen mit 30.000 Bäuerinnen & Bauern, ImkerInnen und Natur-, Tier- und Verbraucherschützern aus ganz Deutschland demonstrierten wir  gegen die Agrarindustrie, Massentierhaltung, Gentechnik, das Freihandelsabkommen (TTIP), Hormonfleisch, etc. und forderten einen Wechsel der Agrarpolitik, artgerechte Tierhaltung, Bekämpfung des Hungers auf der Welt und gentechnik- & pestizidfreie Lebensmittel!

Foto: BN

Eigene Eindrücke:

Als wir am Potsdamer Platz gegen 10 Uhr eintrafen, war ich total überrascht, wie viele Demonstranten sich schon eine Stunde vor Beginn versammelten. Und es wurden immer mehr! Um uns  herum waren tausende von Leuten. Dass so viele Demonstranten aus ganz Deutschland für die gleiche Sache "kämpfen", fand ich erstaunlich. Außerdem entwickelte sich  dadurch ein sehr großes Gemeinschaftsgefühl. Neben der Demo, die bereits zum vierten Mal stattfand, hatten wir außerdem die Möglichkeit, Berlin zu erkunden und natürlich den Abend in diversen Kneipen und/ oder Clubs zu feiern! Dies nutzten wir natürlich, trotz der Müdigkeit, aus.


Empfehlen kann ich die Demo wirklich jedem. Man lernt einiges, setzt sich für eine gute Sache ein, kann unglaubliche Eindrücke einer riesen Demo sammeln und kann extrem günstig ein Wochenende in Berlin verbringen. Wer schon immer mal nach Berlin wollte bzw. lange nicht mehr dort war, der sollte dieses günstige und rentable Angebot nutzen!

Impressionen



Unsere FÖJlerin Tina Hintereder berichtet von der Demo 2011 in Berlin:

Foto: BN

"Frisches Obst und Gemüse, das auch gut aussieht und schmeckt obwohl es nicht mit chemischen Mitteln bearbeitet wurde? Tiere, die ihrer würdig in einer schönen Umgebung ihr Leben verbringen? Das sind Dinge, die ich mir in größerem Stil und nicht nur von BIO-Bauern in unserer Landwirtschaft wünsche und für die ich auch gern einmal etwas Aktives tun möchte. Darum auch mein Entschluss, zusammen mit der Jugendorganisation Bund Naturschutz nach Berlin zur "Wir haben es satt"-Demo zu fahren.

 

Los ging's Freitag abend in München zum Basteln von Demomaterial: Fahnen, Trommeln, Schilder, Banner und Dioxin-Hühner-Kostüme mit bunten Federn, schrillen Schnäbeln und Eier-Hüten à la Calimero. Nachdem das alles in unserem Reisebus verstaut war, ging es auch schon los Richtung Nürnberg, um den Rest unserer JBN-Reisegruppe abzuholen. Auch die hatten davor schon fleißig gebastelt! Während der Busfahrt hatten wir dann aber freie Programmwahl: Quatschen, die anderen kennenlernen, Stadt Land Fluss - Spielen, Bus-Party oder einfach nur schlafen:-) Um 8 Uhr morgens am Tag der Demo, dem 22.01., in unserem schönen, super modern eingerichteten Hostel in Berlin angekommen, gab's erstmal ein Frühstück zur Stärkung.

 

Um noch einmal allen klar zu machen, gegen was wir eigentlich protestieren, bekamen wir von unseren charmanten Reiseleitern Agnes, Tobi und Vroni von der Jugendorganistation Bund Naturschutz thematischen Input zu Tierfabriken, Gentechnik und Dumpingexporten, bis es dann auch endlich weiter mit dem Bus zum Hauptbahnhof Berlin ging, dem Starttreffpunkt der "Wir haben es satt"-Demo. Dort angekommen und fertig ausgerüstet mit unseren Verkleidungen, Schildern und allem, was Lärm macht, waren wir erst einmal erstaunt und begeistert von den lustigen Verkleidungen als Kühe, Schweine, Gentomaten, usw., von den einfallsreichen Sprüchen und besonders von der Vielzahl an Menschen, die sich gegen Gentechnik starkmachen. Unser Demonstrationszug ging mitten durch Berlin bis hin zur Abschlusskundgebung am Brandenburger Tor, bei der beispielsweise der Vorsitzende des Bund Naturschutz in Bayern und des BUND, Prof. Dr. Hubert Weiger,der alternative Nobelpreisträger Nnimmo Bassey aus Nigeria, der Campact-Geschäftsführer Felix Kolb, Renate Künast, usw. jeweils kurze Reden hielten.

 

Besonders beeindruckt hat mich der treffende Satz "Die Warenströme folgen dem Kapital und nicht den hungernden Bäuchen" der Bundesvorsitzenden der Arbeitsgemeinschaft bäuerlicher Landwirtschaft, Maria Heubuch. Nach dem Konzert "Rock for Nature" machten wir uns auf den Weg zurück zum Hostel um uns zu duschen und den Abend in der Pizzeria und daraufhin beim gemeinsamen Weggehen in Berlin ausklingen zu lassen, bis es dann am nächsten Tag schon viel zu früh wieder zurück nach Nürnberg und München ging. Alles in allem war der kleine Wochenendausflug nach Berlin nicht nur aufgrund der tollen Gruppe und der Tatsache, dass Berlin immer einen Besuch wert ist, etwas ganz Besonderes, sondern vor allem auch aufgrund der Gewissheit, dass wir mit unserer Meinung über Gentechnik nicht alleine dastehen, sondern mindestens 22.000 deutsche Bürgerinnen und Bürger das genauso sehen."

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