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Die Märchen der Tieftunnelfreunde


„Der Tunnel ist doch schon beschlossen“

Bürgerinformation zu Tunnelmärchen auf dem Streetlife-Festival

Beschlossen wurde schon viel, was sich als nicht finanzierbar herausgestellt hat. Die weitaus bessere Alternative S-Bahn-Südring kostet maximal ein Drittel des Tieftunnels und bietet Zusatznutzen für den Schienenfernverkehr. Sie wird nur von DB und Freistaat abgelehnt mit folgenden Behauptungen:

 

 

Foto: BN, Lypp


„Der Tunnel macht die S-Bahn zuverlässiger“

90% aller Störungen entstehen auf den Außenstrecken. Dort soll es zwar ein paar zusätzliche S-Bahnen, aber keine zusätzlichen S-Bahn-Gleise geben. Die Störungsanfälligkeit wird also noch größer werden.

Außerdem soll es im zweiten Tunnel Mischverkehr mit dem „Überregionalen Flughafenexpress“ geben. Dieser würde Vorrang vor der S-Bahn haben und Störungen aus Augsburg, Ulm und Memmingen mitten in das Münchner S-Bahn-Netz hineintragen.

 

„Alle S-Bahn-Fahrgäste wollen in die Innenstadt.“

Selbst der MVV gibt zu, dass zur Spitzenstunde alleine am Marienplatz 50% der S-Bahn-Fahrgäste umsteigen; also nicht in die Innenstadt wollen. Außerdem nutzen 70% der Pendler nicht die S-Bahn, sondern das Auto. Der gesamte Münchner Süden wird über den S-Bahn-Südring viel besser aus dem Umland erreichbar – und umgekehrt. Dieses bessere Angebot wird mehr Personen zum Umsteigen auf den ÖV bewegen.


„Der Tunnel ist notwendig für den Flughafenexpress.“

Notwendig für einen Flughafen-Express ist keine zweite Stammstrecke, sondern sind eigene S-Bahn-Gleise nach Johanneskirchen. Dort wird durch die Trennung von S-Bahn und Güterverkehr eine 13 Minuten schnellere Fahrt zum Flughafen möglich.

Der offizielle Flughafen-Express würde 23 Minuten vom Hauptbahnhof zum Flughafen benötigen; eine Express-S-Bahn durch die bestehende Stammstrecke 26 Minuten. Es sollen also 2 Milliarden Euro ausgegeben werden für 3 Minuten Fahrzeitgewinn. undefinedMehr


„Der S-Bahn-Südring ist nicht finanzierbar.“

Der S-Bahn-Südring kostet maximal ein Drittel des Tieftunnels; also ca. 650 Millionen Euro. „Nicht finanzierbar“ bedeutet nur, dass der Freistaat absichtlich einen schlechten Nutzen-Kosten-Faktor erzeugt hat. Damit wäre eine Förderung durch den Bund ausgeschlossen. Bei vernünftiger Betrachtung ergibt sich ein deutlich positiver Nutzen-Kosten-Faktor und damit eine Förderfähigkeit mit Bundesmitteln.


„Der Tunnel ist planerisch viel weiter.“

Nur teilweise richtig – die Detailplanung ist auch beim Tieftunnel noch nicht abgeschlossen. Entgegen aller Ankündigungen sind die Pläne für den Bereich Haidhausen bis heute nicht fertig. Erst dann kann das Planfeststellungsverfahren durchgeführt werden, um Baurecht zu erlangen.

Dieses Verfahren dauert mindestens ein Jahr.


„Wenn der Tunnel nicht kommt, bekommt München gar nichts“

„Nichts“ ist immer noch besser, als ein milliardenschwerer Tunnel der nichts bringt. Wenn der Tunnel käme, wäre kein Geld mehr übrig für die sinnvollen und preiswerten Projekte – das wäre die größtmögliche Katastrophe für den Münchner Nahverkehr.


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