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Stadt untätig bei Luftreinhaltung

Große BN Plakettenstudie

Die Münchner Antwort auf die viel zu hohe Belastung der Luft mit Schadstoffen ist ungenügend. Mit einer Untersuchung weist der BN nach, dass die geplante Verschärfung der Umweltzone zum 1. Oktober 2010 ins Leere laufen wird. Derzeit plant der Münchner Stadtrat, im nächsten Schritt ab Oktober 2010 nur Fahrzeuge mit roter Plakette von der Einfahrt in die Umweltzone auszuschließen. Der BN fordert deshalb die Enbeziehung gelber Plaketten bereits im nächsten Schritt, die Ausweitung der Umweltzone sowie weitere Maßnahmen, insbesondere zur Verringerung des motorisierten Verkehrs, zur besseren Information der Verkehrsteilnehmer und zum Umstieg auf alternative Verkehrsmittel.


Ab 1. Januar 2010 gelten zudem verbindliche Grenzwerte für Stickstoffoxide.
Grundlage ist ebenfalls die EU-Luftreinhalterichtlinie. Wie beim Feinstaub wird
München den Grenzwert nicht einhalten, wie Feinstaub sind auch Stickoxide giftig.
Hauptquelle ist, noch eindeutiger als beim Feinstaub, der motorisierte Verkehr in
München.


Ausgangspunkt der Untersuchung des BN war die Frage, wie hoch der Anteil der
Fahrzeuge in München etwa sein wird, die von der geplanten Regelung betroffen
wären. Leider konnte die KfZ-Zulassungsstelle auf telefonische Anfrage des BN keine
Daten zur Anzahl von Fahrzeugen mit roter, gelber oder grüner Plakette bzw. ohne
Plakette nennen. Aus diesem Grund hat der BN in acht Stadtteilen innerhalb der
Umweltzone bei 7.212 parkenden Fahrzeugen die Plakettenfarbe erfasst. Das
Ergebnis ist eindeutig: Fahrzeuge mit roter Plakette sind nahezu aus der Stadt
verschwunden. Lediglich 3 Prozent aller KFZ fielen noch in diese Kategorie. Auch der
Anteil an Fahrzeugen mit gelber Plakette ist mit 9 Prozent verschwindend gering.


Nach der Erhebung des BN stammten 72 Prozent der Fahrzeuge aus Stadt und
Landkreis München, 6 Prozent aus dem Umland (Landkreise EBE, ED, FS, DAH, FFB,
STA, LL; Planungsregion 14) und 21 Prozent aus dem restlichen Deutschland. Mit 1
Prozent Anteil spielen ausländische Autos keine Rolle. Die Verteilung der Plakettenfarben ist bei deutschen Privatfahrzeugen nahezu unabhängig vom Ort der Zulassung. Annähernd 90 Prozent sind mit grünen Plaketten unterwegs. Nach Auffassung des BN zeigt sich hier ein Effekt der Abwrackprämie: Altautos ohne Partikelfilter sind praktisch vom Markt verschwunden.

Der nach wie vor hohe Anteil an gewerblichen Fahrzeugen ohne Plakette (6%)
deutet auf das Defizit in der Plakettenkontrolle hin: Bereits im August diesen Jahres
hatte der BN dies bemängelt. Damals wurden beispielsweise die Plaketten in der
Innenstadt von der Stadt lediglich am Samstag kontrolliert. Der komplette
Berufsverkehr sowie der gewerbliche Verkehr wurde damit gezielt nicht erfasst.

 

 

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