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Die A99 Süd wird immer wieder als die Lösung für Münchens Verkehrsprobleme präsentiert. Aber auch durch Wiederholen wird diese Aussage nicht richtig. Im Folgenden haben wir Argumente gegen die A99 Süd zusammengestellt.


1. Keine spürbare Entlastung auf der A99 Nord

Die Befürworter der A99 Süd lassen diesen Punkt gerne unter den Tisch fallen. Der Bau der A99 Süd würde zwar einen Teil des Verkehrs aufnehmen, allerdings würde bei Weitem keine deutliche Verlagerung auf die A99 Süd stattfinden. Die A99 Süd würde nur bei einer stadtnahen Führung im Tunnel mit Anschluss an die Garmischer Autobahn von bis zu 70.000 Kfz/Tag befahren werden. Diese Variante wurde aus Kostengründen genauso verworfen wie alle anderen Tunnelvarianten. Die restlichen Varianten werden von deutlich weniger Autos befahren Zudem findet keine nennenswerte Verlagerung des Güterverkehrs statt. Auf der bestehenden A99 Nord bzw. Ost finden derzeit bis zu 150.000 Fahrten pro Tag statt. Die durch Verlagerung mögliche geringe Entlastung erlaubt die Zerstörung einer einmaligen Naturlandschaft bei Weitem nicht
(S84 3. Zwischenbericht     www.abdsb.bayern.de/projekte/planung/a99_suedring/Machbarkeitsstudie/8_Pr%C3%A4sentationen/4_3_Zwischenbericht.pdf).     
Auch die Fahrzeiten (S.70 aus dem 3. Zwischenbericht) zeigen, dass sich diese kaum durch die A99 Süd verkürzen. Ein Ausweichen auf eine Alternative findet aber nur statt, wenn diese auch einen Vorteil (Zeit, Distanz) verspricht. Ganz im Gegenteil, die Untersuchung zeigt sogar, dass es zu Fahrzeitverlängerungen aufgrund erhöhten Verkehrsaufkommens kommen wird. Dieses würde aber nicht nur auf einer neuen A99 Süd sondern auch auf der bestehenden A99 Nord und Ost zum Tragen kommen.    
Der BN sieht sich durch Straßenbaumaßnahmen, wie den Bau der Eschenrieder Spange, in seiner Haltung bekräftigt. Im Münchner Westen wurde den Anwohnern eine Entlastung der Verdistraße durch den Bau der Eschenrieder Spange versprochen. Statt der Entlastung sind nun aber noch mehr Autos in und um München unterwegs. Auch der bayerische Ministerpräsident Seehofer hat wiederholt betont, dass die A99 Süd politisch nicht gewollt ist. Folgerichtig wurde sie von der bayerischen Staatsregierung nicht für den Bundesverkehrswegeplan angemeldet.


2. Gewerbegebiete generieren Ziel- und Quellverkehr

Ein Großteil des Verkehrs auf der A99 im Norden und Osten entsteht durch die massive Aus-weitung der dortigen Gewerbegebiete. Eine Verlagerung dieses Verkehrs¬aufkommens auf den Südring ist daher gar nicht möglich. Der BN setzt sich gegen die Erweiterung und Neuausweisung von Gewerbegebieten entlang der A99 ein. Erst im letzten Jahr hat der BN mit dem gewonnenen Bürgerentscheid gegen die Ansiedlung von neuen Großmärkten in Feldkirchen dazu beigetragen, dass dort die Anwohner nicht durch noch mehr Verkehr belastet werden. Zudem unterstützten wir den gewonnen Bürgerentscheid gegen eine Riesentherme in Eching. Diese Vorhaben hätten zu noch mehr Verkehr entlang der A99 geführt. Hier hat sich der BN aktiv dafür eingesetzt, dass Natur und Landschaft erhalten bleiben und Bürger aus dem Norden und Osten Münchens eben nicht in den Süden zu Erholung fahren müssen.


3. Ein Tunnel als Lösung

Diese Behauptung wird von den Befürwortern einer A99 Süd immer wieder ins Feld geführt. Ein Tunnel ist allerdings weder bei allen Varianten der A99 Süd vorgesehen noch wäre eine komplette Untertunnelung zwischen der Lindauer Autobahn im Westen und der Salzburger Autobahn im Osten vorgesehen. Diese hätte nämlich gravierende verkehrliche Nachteile. Nur wenn auch die Garmischer Autobahn mit angeschlossen würde, könnte eine teilweise Verlagerung auf die A99 Süd überhaupt erreicht werden. Zudem sprechen auch die hohen Kosten für Bau und Erhalt der Strecke gegen Tunnellösungen. Auch hier spricht der Bericht eine deutliche Sprache. Je höher der Nutzen-Kosten- Faktor (NKF), desto kürzer der Tunnel. Und der NKF entscheidet darüber, ob ein Projekt von Seiten des Bundes gefördert werden darf. Hier gilt, je höher der Nutzen, desto eher kann es realisiert werden.