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Foto: Frank Krönke

Mehr Platz für alle!

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Die temporäre Umwidmung des Straßenraums zu öffentlichen Räumen für alle stößt bei Münchnerinnen und Münchnern auf große Begeisterung. Münchner Forum, BUND Naturschutz, Corso Leopold, Green City, Fuss e.V. und die urbanauten unterstützen die Idee.

 

Seit 15 Jahren setzen sich Münchens Stadt- und Umweltorganisationen für die Nutzung des Straßenraums durch Fußgänger und Flaneure ein. Paris, Barcelona, Kopenhagen, Rom und San Francisco haben es vorgemacht, dort ist es längst eine Selbstverständlichkeit.

 

Und München bekommt's jetzt auch! Denn es ist juristisch schwierig, aber nicht unmöglich! - die temporäre Umwidmung von Autostraßen zu öffentlichen Räumen. Die Stadtverwaltung steht hier vor neuen Herausforderungen, deren Bewältigung sich aber für die Münchner lohnen wird! Ein dickes Lob an die Stadtverwaltung, die hier kreativer und mutiger wird! Mehr dazu gibt es am 5.12.2012 im Planungsausschuss des Münchner Stadtrats.


Foto: BN

Für einen bestimmten Zeitraum, am Abend oder Wochenende, mittags oder in den Ferien, werden Münchner Autostraßen künftig als öffentliche Räume dem Handel und Wandel, Kommunikation und Begegnung, Spazieren und Flanieren vorbehalten sein, also genau dann, wenn es im öffentlichen Interesse ist und dem öffentlichen Wohl dient. Eine Online-Blitzumfrage des BR zeigt, dass die Idee in der Bevölkerung auf große Begeisterung stößt: undefinedzur Umfrage

 

Einkaufsstraßen wie die Weißenburger Straße könnten dann nach Ladenschluss am Wochenende Flaniermeilen sein. Straßen wie die Türkenstraße werden mittags zu Freischankflächen für die arbeitende Bevölkerung. Die Isarufer-Parallele kann jedes Wochenende ein wunderbarer öffentlicher Boulevard sein - oder die ganzen Sommerferien lang wie in Paris. Die Goethestraße wird Freitagnachmittag und samstags zu Geschäftsöffnungszeiten zum bunten Markt.


Foto: BN

Toll finden wir es, dass unsere Initiative, die vor 4,5 Jahren von der Grünen Fraktion und der grünen OB-Kandidaten Sabine Nallinger aufgegriffen wurde und per Antrag an die Stadtverwaltung ging, heute ganz selbstverständlich von Seppi Schmid (CSU) und dem ADAC unterstützt wird. Auf die Stellungnahme des SPD-Kandidaten sind wir gespannt!

Das zeigt, wie sich die Zeiten ändern. Für die Menschen im immer dichter besiedelten München werden Straßen künftig ganz selbstverständlich zum Erlebnisraum. Wir wollen Bolzplätze UND Wohnungen - dafür stellen wir wenig oder kaum gebrauchten Straßenraum zur Verfügung und kaufen dem Autoverkehr den Schneid ab. München wird schöner!

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